Pauluskirche

 

Geschichte

Quelle: Christusgemeinde Baden-Baden

Mit dem Bau der Pauluskirche 1955-58 erhielt die Evangelische Paulusgemeinde (heute Christusgemeinde) in der Baden-Badener Weststadt  am Jagdhäuser Wald eine neue Heimat. Regierungsbaurat Rolf-Eckart Weber führte die Kirche im nüchtern-modernen Stil aus und ersetzte damit die kleinere Gnadenkapelle von 1908. Die Wände der Pauluskirche, die sich als Saal darstellt, bestehen aus Sichtziegelmauerwerk. Deckenhohe Nischenfenster tauchen den Innenraum in farbiges Licht. Hinter dem Altar wurde 2001 ein Glasmosaik-Kreuz in die Mauer eingelassen.
 

Glocken

Der Betonglockenturm steht einige Meter vom Kirchengebäude versetzt. In ihm hängt ein fünfstimmiges Geläute der Gießerei Rincker aus Sinn, das im Jahre 1958 gegossen wurde. Es erklingt im Motiv "Wachet auf, ruft die Stimme" in Moll. Obwohl die Glocken Inschriften tragen, haben sie keine Namenspatrone. Sie hängen in einem Stahlglockenstuhl und sind teilweise mit Gegengewichtsklöppeln versehen. Aufgrund der Turmakustik entfaltet das Geläute eine enorme Lautstärke und ist daher weit ins Oostal hinein zu hören.
 
 

(1) unbezeichnet
Gießer: Glockengießerei Rincker, Sinn
Gussjahr: 1958
Durchmesser: 1288 mm
Masse: 1332 kg
Schlagton: es' +2
Inschrift: TRACHTE ALS ERSTES / NACH DEM REICH GOTTES / UND NACH SEINER GERECHTIGKEIT.
(2) unbezeichnet
Gießer: Glockengießerei Rincker, Sinn
Gussjahr: 1958
Durchmesser: 1112 mm
Masse: 791 kg
Schlagton: ges' +3
(3) unbezeichnet
Gießer: Glockengießerei Rincker, Sinn
Gussjahr: 1958
Durchmesser: 920 mm
Masse: 492 kg
Schlagton: b' +2
(4) unbezeichnet
Gießer: Glockengießerei Rincker, Sinn
Gussjahr: 1958
Durchmesser: 797 mm
Masse: 346 kg
Schlagton: des'' +4
(5) unbezeichnet
Gießer: Glockengießerei Rincker, Sinn
Gussjahr: 1958
Durchmesser: 703 mm
Masse: 235 kg
Schlagton: es'' +4
 

Die frisch sanierte Steinmeyer Orgel

Im Frühjahr 2021 konnte nach einigen Verzögerungen endlich mit der lang geplanten Restaurierung der Steinmeyer-Orgel der Paulusgemeinde Baden-Baden begonnen werden.
Die Orgelbauer der Firmen Steinmeyer (Oettingen) und Göckel (Heidelberg) nahmen das Instrument auseinander und reinigten das Pfeifenwerk, die Windanlage und das Spielwerk. Viele Teile, die brüchig oder porös geworden waren, mussten ausgetauscht und erneuert werden.
Alle Register der Orgel wurden sorgfältig neu intoniert und auf den Kirchraum abgestimmt.
Die Arbeiten geschahen alle in Handarbeit, vieles konnte dabei direkt vor Ort gemacht werden, doch einiges musste auch in der Werkstatt überarbeitet werden. Das lange Warten hat sich schließlich gelohnt – in einem festlichen und voll ausgebuchten Abendgottesdienst am 13.02.2022 („Liebeserklärungen in Wort und Klang“) wurde die neu sanierte Orgel in Dienst genommen und erstrahlt nun wieder in wunderbarer Klanggestalt.